Kann man Religion und Sport miteinander vergleichen ?

IMG_1233 - Copie (2)Da ich einige Kommentare zu meinem Artikel « eine freiwillige Kirchensteuer »  bekommen habe, möchte ich Folgendes ergänzen :

Alle Vergleiche hinken, mit Vergleichen kann man meiner Meinung nach nichts beweisen, sondern lediglich versuchen eine Aussage anschaulicher zu machen. Das macht wiederum Raum für weitere Missverständnisse. Dennoch, einige Anmerkungen zum Vergleich Sport und Religion :

–          Auch wenn Sport und Religion beide Teil der Gesellschaft sind und beide Massen bewegen können, möchte ich Sport und Religion keinesfalls auf eine Ebene stellen. Eigentlich kann es kaum gegensätzlichere Begriffe geben : sie stehen für unterschiedliche Bereiche, haben eine unterschiedliche Geschichte, haben einen unterschiedlichen Einfluss auf das menschliche Verhalten.

–          Ich bin der Ansicht, dass eine Gemeinde Gebäude für Sport und Kultur zu Verfügung stellen sollte, und gerne auch für religiöse Vereinigungen. Allerdings sollte das nach dem Prinzip der Verhältnismässigkeit geschehen : Z.B. gibt es in der Gemeinde Mersch 4 Sporthallen (davon 2 an staatlichen Schulen, die nur begrenzt zugänglich sind) und 7 Kirchen (und noch ein paar Kapellen).  Die Sporthallen sind total ausgebucht und stehen sämtlichen Sportarten offen. Die Kirchen sind wenig gebucht und stehen einer einzigen Religion offen.

–          Religionsunterricht und Sportunterricht an unseren Schulen sind auch nur sehr schwer zu vergleichen, dennoch wage ich einen Versuch : Alle Kinder besuchen den gleichen Sportunterricht : die grossen und die kleinen, die dicken und die mageren Kinder. Im Sportunterricht wird nicht eine einzige Sportart privilegiert, vieles kommt zusammen mit dem Ziel, die Beweglichkeit und damit die Gesundheit der Kinder zu fördern. Ich habe nichts gegen einen « Religionsunterricht », in dem über alle Religionen gelehrt wird, in dem die katholische Religion eine wichtige Rolle spielt, da diese Rolle für unser Geschichtsverständnis relevant ist, in dem der Tatsache Rechnung getragen wird, dass auch viele Menschen keine Religion ausüben. Dann fehlt mir nur noch die Auseinandersetzung mit den Menschenrechten und eine forschend, fragende Auseinandersetzung mit vielen gesellschaftlichen Phänomenen und Werten.

–          Ein laizistischer Staat ist weder religionsfeindlich noch religionsfreundlich. Der laizistische Staat regelt seine Angelegenheiten mit den Religionsgemeinschaften nach dem Prinzip der Transparenz und Gleichbehandlung.

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Eine Antwort zu Kann man Religion und Sport miteinander vergleichen ?

  1. Ribau Paul schreibt:

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